Osvaldo Romberg

Kunst im Koffer

Eröffnung:
SONNTAG, 6. SEPTEMBER, 12 UHR
Begrüßung: Brigitte Gerisch
Einführung: Dr. Sabine Weichel-Kickert

Erstmals präsentiert die Herbert Gerisch-Stiftung ein umfangreiches Werkkonvolut des kosmopolitischen Künstlers Osvaldo Romberg(1938–2019).
Der in Buenos Aires geborene Architekt und Künstler lebte und lehrte in Argentinien, Israel und den USA. In seinem Werk verband er Philosophie, Architektur und Kunst zu einer universalen Betrachtung von Zeit, Raum und Kulturgeschichte.

Die Ausstellung in der Villa Wachholtz vereint zentrale Werkgruppen:
Das monumentale Skulpturenpaar „Echoes“ tritt in einen Dialog aus Form, Farbe und kosmischen Bildwelten. 
Sieben aquarellierte „Kirchengrundrisse“ führen bedeutende Sakralbauten verschiedener Epochen und Weltregionen zusammen. 
In den „Suitcases“ verdichtet Romberg die Kunstgeschichte zu einem tragbaren Museum, während seine Farbanalysen historische Gemälde in eine neue Ästhetik überführen.
Skulptural bearbeitete Bücher und zwei Stop-Motion-Videos verbinden Kunst, Natur, Film und Mythologie.
Ein Leporello der Botticelli-Venus, deren Bild sich erst aus einzelnen Fragmenten zusammensetzt, steht beispielhaft für Rombergs universalgeschichtlichen Ansatz.

Das Konvolut stammt aus der Sammlung von Lutz Teutloff, der über viele Jahre eng mit Romberg verbunden war. 2022 erwarb Brigitte Gerisch die Arbeiten für die Stiftung und sicherte damit einen außergewöhnlichen Werkzusammenhang.