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Presse Service

09.06.2018 - 19.08.2018
Mischa Kuball
ROTATING_MIRROR_ ROTATING

Mischa Kuball „ROTATING_MIRROR_ROTATING“

 

Lichtinstallation

 

Eröffnung: Samstag, 9. Juni 2018

 

Laufzeit: 9. Juni – September 2018

 

Einführung: Prof Dr. Ulrich Krempel (Direktor a. D. des Sprengel Museums Hannover)

 

Begrüßung:  Brigitte Gerisch (Vorstand Herbert Gerisch-Stiftung)

 

Mischa Kuball ist anwesend.

 

Am Samstag, d. 9. Juni 2018 um 12 Uhr präsentiert die Herbert Gerisch-Stiftung die neue Außenskulptur im Innenhof des Skulpturenparks vor der Galerie. Die dauerhafte kinetische Spiegelskulptur „ROTATING_MIRROR_ROTATING“ von Mischa Kuball markiert die langjährige konzeptuelle Verbundenheit zu den Stiftern Herbert und Brigitte Gerisch mit den aktuellen künstlerischen Fragen von Licht, Natur, Architektur und dem Menschenbild, das wir haben. Kuball inszeniert die Immaterialität des Spiegelbildes im Kontext der Sammlung der Herbert Gerisch-Stiftung und stellt sich in den Dialog mit den Skulpturen der Sammlung wie Mimmo Paladino und Thorsten Goldberg, setzt sich aber auch in Bezug mit dem modulierenden Tageslicht und der jahreszeitlichen Flora.

In der Remise wird temporär noch das Frühwerk Mischa Kuballs „Projektionsraum 1:1:1 – rotating“ von 1992/1995 gezeigt werden. Die Arbeit ist vom 9. Juni bis ? zu sehen.

 

ROTATING_MIRROR_ROTATING

Uns selbst sehen und die Welt, in den Spiegelflächen einer minimalistischen, sich allmählich drehenden Skulptur: das ist die Botschaft der Arbeit von Mischa Kuball für die Gerisch-Stiftung. Lakonisch steht das Werk mit seinen vier Flügeln in einem der Höfe der Parkanlage, in seinen Proportionen und seiner vertikalen Erstreckung den Maßverhältnissen einer großen stehenden Figur durchaus nahe. Das sich allmählich drehende Spiegelobjekt lockt den Betrachter mit vielfachen Möglichkeiten der Ein-und Anblicke. Die Spiegel reflektieren – seitenverkehrt - unser eigenes Abbild, wenn wir ihnen nähertreten; sie verändern und brechen dieses aber in jedem Moment, den wir vor der Arbeit verbringen. Die unterschiedlich breiten Spiegelflächen kommunizieren untereinander durch die in der Bewegung verändernden Winkel, zeigen uns erneut gespiegelte Bilder im sich nähernden oder entfernenden Nachbarspiegel. Kein Bild ist statisch, alle Reflexion von Welt und uns selbst bewegt sich, ist gebunden an die Drehbewegung der Skulptur, die wir als Betrachter nur im eigenen Mitgehenden auch nachvollziehen können.

 

Dabei knüpft der Künstler an wesentliche Elemente seiner bildhauerischen und installativen Arbeiten an. Das Licht in seinen Erscheinungsformen als Tages- wie Kunstlicht, die Spiegel als Bilder der Welt wiedergebende reagierende (Bild)flächen, die Bewegung der bildgebenden Spiegel und die rechtwinklige Konstruktionsform der acht Spiegelflächen stehen für das minimale Vokabular, das die baugebundenen und ortsspezifischen Werke Kuballs ausmacht. Die kalkulierte Reduziertheit der werkerschaffenden Elemente setzt für uns, die Betrachter, eine Vielzahl von Sehmöglichkeiten frei.  Je nach unseren Blickwinkeln auf die - und dem Abstand von den - Bildflächen sehen wir Himmel oder Erde, Elemente des Parks, die gebaute Umgebung, Personen als Ganzfiguren oder im Detail, gespiegelt in Etappen vor uns. Das künstliche Licht vom Boden der Installation her fügt eine weitere Ergänzung zu den Möglichkeiten unserer Wahrnehmung hinzu.

Mischa Kuball war schon früh, 2003, einer der Berater der Gerisch-Stiftung, gemeinsam mit Künstlern wie Dani Karavan und Kuratoren wie Christoph Brockhaus. 2018 hat diese lange Verbindung nun zu einer Installation in situ, vor Ort geführt.

 

Ulrich Krempel

 

Projektionsraum 1:1:1 – rotating

Der „Projektionsraum 1:1:1 – rotating“ von 1992/1995 ist ein Frühwerk Mischa Kuballs. Durch Projektoren, Dias und Deckenmotoren wird ein faszinierendes Lichttheater geformt. Hier werden die Raumwahrnehmung und seine Veränderbarkeit durch Licht und Schatten im wahrsten Sinne des Wortes in den Raum gestellt.

 

Mischa Kuball

Mischa Kuball, geboren 1958 in Düsseldorf, ist Konzeptkünstler und arbeitet seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit Hilfe des Mediums Licht erforscht er architektonische Räume und deren soziale und politische Diskurse. Er reflektiert die unterschiedlichen Fassetten, von kulturellen Sozialstrukturen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die den Wahrzeichencharakter und den architekturgeschichtlichen Kontext betonen oder neu kodieren. In politisch motivierten und partizipatorischen Projekten verschränken sich öffentlicher und privater Raum. Es wird eine Kommunikation zwischen den Teilnehmern, dem Künstler, dem Werk und dem urbanen Raum ermöglicht.

 

Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für public art an der Kunsthochschule für Medien, Köln, assoziierter Professor für Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM, Karlsruhe und seit 2015 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste NRW, Düsseldorf. Im Januar 2016 wurde er mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 

Bild- und Textmaterial für die Berichterstattung finden Sie auf unserer Website unter http://www.gerisch-stiftung.de/presseservice/mischa-kuball

 

Kontakt

Brigitte Gerisch

Vorstand Herbert Gerisch-Stiftung

Tel. +49 (0)4321 - 555 120 (Mi-So 11-18 Uhr)

kontakt@gerisch-stiftung.de

 

Yanine Esquivel M.A.

Wissenschaftliche Volontärin/Öffentlichkeitsarbeit

Tel. +49 (0)4321 - 555 12 12 (Mi+Fr 11-18 Uhr)

esquivel@gerisch-stiftung.de

 

Wilhelm Bühse

Museumspädagogik

Tel. +49 (0)4321 - 555 12 14

buehse@gerisch-stiftung.de